Familien-Notfallbuch

Alles Wichtige an einem Ort

Für den Fall, dass plötzlich jemand anderes handeln muss.

Ein Unfall, ein Krankenhausaufenthalt, eine längere Erkrankung oder ein anderer unerwarteter Ausfall kann von heute auf morgen dazu führen, dass Angehörige plötzlich Dinge übernehmen müssen, die sonst selbstverständlich von jemand anderem erledigt werden.

„Unser Familien-Notfallbuch“ hilft dabei, wichtige Informationen, Ablageorte, Kontakte und persönliche Wünsche übersichtlich an einem Ort zusammenzutragen. So müssen Angehörige im Ernstfall nicht erst mühsam zusammensuchen, wo Unterlagen liegen, wen sie kontaktieren sollen oder was im Alltag geregelt werden muss.

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coverbild familien notfallbuch

Worum geht es im Familien-Notfallbuch?

Im Alltag weiß meist jeder selbst, wo wichtige Unterlagen liegen, welche Verträge bestehen, welche Ärzte zuständig sind oder wer im Notfall informiert werden sollte.

Problematisch wird es, wenn genau diese Person plötzlich nicht selbst handeln kann.

Das Familien-Notfallbuch schafft deshalb eine zentrale Übersicht.

Gemeinsame Familieninformationen werden einmal eingetragen. Anschließend gibt es für bis zu fünf Familienmitglieder jeweils einen eigenen persönlichen Bereich. Dadurch bleibt das Buch übersichtlich und trotzdem individuell.

Die wichtigsten Familieninformationen auf einen Blick

Zu Beginn werden Angaben gesammelt, die die ganze Familie betreffen.

Dazu gehören unter anderem:

  • wichtige Telefonnummern,
  • Familienmitglieder,
  • Ablageorte wichtiger Unterlagen,
  • gemeinsame Versicherungen,
  • Informationen rund um Wohnung oder Haus,
  • gemeinsame Finanzen,
  • laufende Haushaltskosten,
  • Fahrzeuge,
  • Haustiere.

Damit entsteht eine erste Übersicht für Situationen, in denen jemand schnell Orientierung braucht.

Im Ernstfall nicht erst überlegen müssen

Das Buch beginnt bewusst mit einer kurzen Seite für die ersten Schritte im Notfall.

Dort können wichtige Sofortmaßnahmen und Ansprechpartner festgehalten werden:

  • medizinische Hilfe organisieren
  • Angehörige oder Vertrauenspersonen informieren
  • Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder Haustiere versorgen
  • wichtige Hilfsmittel und Medikamentenpläne finden
  • Arbeitgeber, Schule oder Betreuung informieren
  • Vollmachten und Verfügungen bereitlegen

Der Gedanke dahinter ist einfach: In einer belastenden Situation soll nicht erst lange gesucht werden müssen.

Persönlicher Bereich für bis zu fünf Familienmitglieder

Jede Person erhält einen eigenen Abschnitt.

Dort können unter anderem festgehalten werden:

Grunddaten
Name, Geburtsdatum, Anschrift, Kontakt, Beruf und wichtige Bezugspersonen.

Gesundheit
chronische Erkrankungen, Allergien, Hilfsmittel und Besonderheiten.

Aktuelle medizinische Unterlagen
wo Medikamentenplan, Arztbriefe, Befunde und Versicherungsinformationen zu finden sind.

Versicherungen und Finanzen
welche Versicherungen, Banken, Konten, Darlehen oder Vorsorgeformen bestehen und wo Unterlagen liegen.

Verträge und Mitgliedschaften
Mobilfunk, Internet, Streaming, Vereine, Leasing und weitere Verträge.

Digitales Leben
E-Mail-Adressen, Cloudspeicher, soziale Netzwerke, Passwortmanager und der gewünschte Umgang mit digitalen Daten.

Vollmachten und Verfügungen übersichtlich dokumentieren

Für jedes Familienmitglied gibt es außerdem eine Übersicht, ob wichtige Vorsorgedokumente vorhanden sind.

Zum Beispiel:

  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Betreuungsverfügung
  • Testament oder Erbregelung
  • Organspendeausweis
  • Bestattungsvorsorge

Zusätzlich kann eingetragen werden, wo die Originale liegen und wer darüber Bescheid weiß.

Wichtig ist dabei:

Das Familien-Notfallbuch ersetzt diese rechtlich wirksamen Dokumente nicht.

Es dient dazu, Informationen und Ablageorte übersichtlich zusammenzuführen. Für verbindliche Regelungen müssen entsprechende eigenständige Dokumente erstellt werden.

Persönliche Wünsche festhalten

Neben organisatorischen Angaben gibt es bewusst auch Raum für persönliche Wünsche.

Zum Beispiel:

  • Was ist mir bei schwerer Krankheit oder einem Unfall wichtig?
  • Mit wem soll gesprochen werden, wenn ich mich selbst nicht äußern kann?
  • Wie möchte ich in meiner letzten Lebensphase begleitet werden?
  • Was soll vermieden werden?
  • Was gibt mir Ruhe oder Trost?
  • Wie wünsche ich mir Abschied oder Bestattung?

Auch Erinnerungsstücke, Fotos, Briefe oder persönliche Dinge können berücksichtigt werden.

Diese Seiten ersetzen keine Patientenverfügung oder andere rechtlich verbindliche Regelung, geben Angehörigen aber einen zusätzlichen Einblick in persönliche Wünsche.

Passwörter und Zugangsdaten sicher organisieren

Ein wichtiger Punkt des Buches ist, keine sensiblen Zugangsdaten offen hineinzuschreiben.

Statt PIN, TAN oder Sicherheitscodes direkt einzutragen, sollte dokumentiert werden, wo diese Daten sicher hinterlegt sind.

Dafür gibt es eigene Bereiche für:

  • Passwortmanager,
  • Master-Zugang,
  • Notfallzugriff,
  • Wiederherstellungscodes,
  • gemeinsame E-Mail-Adressen,
  • Cloudspeicher,
  • Familienkalender oder gemeinsame Apps.

Was passiert, wenn jemand ins Krankenhaus muss?

Auch konkrete Alltagssituationen werden berücksichtigt.

Für einen Krankenhausaufenthalt gibt es beispielsweise eine Checkliste mit:

  • Ausweis und Krankenversicherungskarte,
  • aktuellem Medikamentenplan,
  • Hilfsmitteln wie Brille oder Hörgerät,
  • Telefon und Ladegerät,
  • Vollmacht oder Patientenverfügung,
  • Versorgung von Kindern, Haustieren oder pflegebedürftigen Angehörigen.

Zusätzlich kann jede Familie ihre eigene Krankenhaus-Checkliste ergänzen.

Wenn jemand länger ausfällt

Ein längerer Ausfall betrifft weit mehr als nur medizinische Fragen.

Wer kümmert sich um:

  • Post und Termine?
  • Rechnungen?
  • Arbeitgeber oder Schule?
  • Kinderbetreuung?
  • Haustiere?
  • laufende Aufgaben im Haushalt?

Genau dafür gibt es einen eigenen Bereich.

Auch für einen Todesfall vorbereitet sein

Das Buch enthält ebenfalls eine Seite für den Fall eines Todesfalls.

Dort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht alles sofort erledigt werden muss. Wichtig ist zunächst, geordnet vorzugehen und Unterlagen zu sichern.

Aufgeführt werden unter anderem:

  • zuständige Stelle oder Arzt kontaktieren,
  • Angehörige informieren,
  • persönliche Wünsche und Vorsorgeunterlagen suchen,
  • Testament und Erbunterlagen sichern,
  • Wohnung, Haustiere, Fahrzeuge und laufende Zahlungen im Blick behalten,
  • digitale Konten nicht vorschnell löschen.

Vertrauenspersonen und Zuständigkeiten festlegen

Im Familien-Notfallbuch können wichtige Vertrauenspersonen eingetragen werden.

Nicht nur der Name ist wichtig, sondern auch:

Wofür darf diese Person angesprochen werden?

Zusätzlich kann ein persönlicher Familienplan erstellt werden:

Wer übernimmt, wenn Person 1 ausfällt?
Wer übernimmt, wenn Person 2 ausfällt?
Wen kontaktieren wir, wenn mehrere Personen gleichzeitig ausfallen?
Wer kümmert sich um Kinder, Tiere oder Haus?

Das macht aus dem Buch mehr als eine reine Datensammlung.

Es entsteht ein konkreter Handlungsplan für die eigene Familie.

Auch kleine Dinge können im Ernstfall entscheidend sein

Nicht alles passt in ein Standardformular.

Deshalb gibt es bewusst Platz für die Frage:

Was darf niemand vergessen?

Hier können Dinge festgehalten werden, die nur für die eigene Familie wichtig sind – Routinen, Besonderheiten, Absprachen oder Informationen, auf die Außenstehende niemals von selbst kommen würden.

Das Buch sollte mit der Familie mitwachsen

Informationen verändern sich.

Neue Telefonnummern, andere Medikamente, Versicherungen, Bankverbindungen, Arbeitgeber, Schulen oder Vertrauenspersonen können hinzukommen.

Deshalb enthält das Buch eine eigene Seite für die jährliche Aktualisierung.

Der Tipp im Buch: einen festen Monat im Jahr auswählen und die Überprüfung zur Routine machen.

Für wen ist das Familien-Notfallbuch geeignet?

Das Buch eignet sich für praktisch jede Familie, die wichtige Informationen nicht erst dann zusammensuchen möchte, wenn bereits etwas passiert ist.

Besonders sinnvoll kann es sein für:

Familien mit Kindern
damit Betreuung, Schule, medizinische Informationen und Ansprechpartner schnell gefunden werden.

Paare und Ehepartner
wenn viele organisatorische Dinge bisher hauptsächlich von einer Person geregelt werden.

Familien mit älteren oder pflegebedürftigen Angehörigen
um Pflege, Unterstützungsbedarf und wichtige Kontakte festzuhalten.

Patchworkfamilien und größere Familien
wenn Informationen über mehrere Personen verteilt sind.

Menschen, die Vorsorge endlich einmal strukturiert angehen möchten,
ohne selbst überlegen zu müssen, welche Bereiche dabei wichtig sein könnten.

Kein Ordner voller Originale – sondern eine Übersicht

Das Familien-Notfallbuch ist nicht dafür gedacht, sämtliche Originalunterlagen darin aufzubewahren.

Vielmehr beantwortet es eine der wichtigsten Fragen im Ernstfall:

Wo finde ich was?

Dokumentenordner, Safe, Schließfach, Haus- und Fahrzeugschlüssel, Datensicherungen oder Passwort-Notfallzugänge können mit ihrem Ablageort dokumentiert werden.

Dadurch wissen Angehörige, wo sie weitersuchen müssen, ohne dass sensible Originale oder Zugangsdaten offen im Buch stehen.

Häufige Fragen zu „Unser Familien-Notfallbuch“

Für wie viele Personen ist das Buch ausgelegt?

Für bis zu fünf Familienmitglieder, jeweils mit einem eigenen persönlichen Bereich.

Ist das Buch eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung?

Nein. Es ersetzt keine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, kein Testament und keine fachliche Beratung.

Soll ich Passwörter und PINs direkt eintragen?

Nein. Das Buch empfiehlt ausdrücklich, sensible Zugangsdaten nicht offen einzutragen, sondern nur den sicheren Ablageort zu dokumentieren.

Welche Themen werden erfasst?

Unter anderem Gesundheit, Versicherungen, Finanzen, Verträge, digitale Konten, Vollmachten, persönliche Wünsche, Haus, Fahrzeuge, Haustiere, Pflege, Krankenhaus, längerer Ausfall und Todesfall.

Können persönliche Wünsche festgehalten werden?

Ja. Für jedes Familienmitglied gibt es eigene Bereiche für Wünsche bei schwerer Krankheit, für die letzte Lebensphase, nach dem Tod sowie für persönliche Erinnerungen.

Gibt es einen konkreten Notfallplan?

Ja. Neben Sofortmaßnahmen gibt es einen persönlichen Familienplan mit Zuständigkeiten für den Fall, dass eine oder mehrere Personen ausfallen.

Muss das Buch regelmäßig aktualisiert werden?

Ja. Dafür gibt es eine eigene Seite zur jährlichen Überprüfung.

Vorbereitung, bevor jemand sie dringend braucht

„Unser Familien-Notfallbuch“ soll nicht Angst machen.

Es soll dafür sorgen, dass in einer schwierigen Situation weniger gesucht, geraten und improvisiert werden muss.

Wichtige Informationen.
Ablageorte.
Kontakte.
Zuständigkeiten.
Persönliche Wünsche.

Alles an einem Ort – für den Fall, dass plötzlich jemand anderes handeln muss.