Und jetzt? – Du zählst.
Wenn’s dir selbst zu viel wird.
Dein Begleiter für Selbstfürsorge im Schulalltag
Band 3 der „Und jetzt?“-Reihe
Schule fordert nicht nur Kinder. Sie fordert auch die Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen.
Manchmal ist es eine einzelne schwierige Situation. Manchmal sind es viele kleine Dinge, die sich über den Tag sammeln – und erst auf dem Heimweg merkt man, wie viel Kraft sie gekostet haben.
„Und jetzt? – Du zählst.“ ist deshalb kein Wohlfühlprogramm und kein therapeutischer Ratgeber. Das Buch ist ein praktischer Begleiter für die Momente, in denen die Frage auftaucht:
Was hilft mir jetzt, damit ich handlungsfähig bleibe und mich selbst dabei nicht aus dem Blick verliere?
Worum geht es in „Du zählst.“?
Im pädagogischen Alltag richtet sich der Blick fast automatisch auf andere:
Was braucht das Kind?
Was braucht die Klasse?
Was erwarten Eltern?
Was muss im Team geklärt werden?
Was muss heute noch erledigt werden?
Dieses Buch dreht die Perspektive für einen Moment um:
Was brauchst du selbst, damit du diesen Beruf langfristig gut ausüben kannst?
Dabei geht es nicht um perfekte Selbstfürsorgeroutinen. Die vorgeschlagenen Schritte sollen auch zwischen Unterricht, Förderung, Pausenaufsicht, Gesprächen und dem nächsten Termin überhaupt umsetzbar sein.
80 typische Belastungsmomente aus dem Schulalltag
Das Buch enthält 80 konkrete Situationen und ist in acht Bereiche gegliedert:
Direkt nach einer schwierigen Situation
Wenn ein Wutausbruch, ein Elterngespräch, Kritik, ein Teamkonflikt oder ein anstrengender Schultag noch nachwirkt.
Nach Feierabend und beim Abschalten
Wenn der Kopf die Schule mit nach Hause nimmt und der Arbeitstag innerlich noch nicht vorbei ist.
Selbstzweifel und Fehler
Wenn ein Fehler, Kritik oder der Gedanke „Ich mache nie genug“ an der eigenen Sicherheit nagt.
Abgrenzung und Grenzen
Wenn Nein-Sagen schwerfällt, immer neue Aufgaben hinzukommen oder die eigene Erreichbarkeit grenzenlos wird.
Umgang mit den eigenen Gefühlen
Wenn Traurigkeit, Wut, Angst, Einsamkeit, fehlende Anerkennung oder nachlassende Freude an der Arbeit auftauchen.
Erschöpfung und Warnsignale erkennen
Wenn Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlafprobleme oder das Gefühl „Ich kann nicht mehr“ nicht mehr einfach übergangen werden sollten.
Rückhalt und Unterstützung finden
Kollegium, Leitung, Supervision, Beratung und das private Netzwerk bewusst nutzen.
Alltagsroutinen und langfristige Selbstfürsorge
Pausen, Übergänge, Bewegung, realistische Erwartungen, Reflexion und die Frage: Wie kann dieser Beruf auch langfristig tragfähig bleiben?
So ist jede Situation aufgebaut
Auch Band 3 folgt dem vertrauten Aufbau der „Und jetzt?“-Reihe.
UND JETZT?
Der konkrete Belastungsmoment wird beschrieben.
DAS KANNST DU TUN
Wenige, realistische Schritte, die sich tatsächlich in einen Schultag integrieren lassen.
DAS KANNST DU DIR SAGEN
Ein kurzer innerer Satz, der helfen kann, Gedanken zu sortieren oder eine Grenze klarer zu sehen.
BESSER NICHT
Typische Reaktionen, die verständlich sind, aber oft noch zusätzliche Kraft kosten.
AUS DER PRAXIS
Ein zusätzlicher Blick darauf, wie solche Situationen im echten Schulalltag aussehen können.
Direkt nach einem schwierigen Moment
Manchmal ist die Situation schon vorbei – der eigene Körper aber noch nicht.
Nach einem Wutausbruch eines Kindes, einem harten Elterngespräch, Kritik oder einem Konflikt im Team läuft der Schulalltag häufig direkt weiter.
Das Buch zeigt deshalb kleine Möglichkeiten, um nach solchen Momenten wieder etwas ruhiger und handlungsfähiger zu werden.
Zum Beispiel nach einer Eskalation:
kurz bewusst atmen, Schultern senken, Anspannung wahrnehmen und sich selbst zugestehen, dass die Situation Kraft gekostet hat.
Denn zwei bewusste Minuten sind nicht automatisch verlorene Zeit. Sie können verhindern, dass die alte Anspannung direkt in den nächsten Moment mitgenommen wird.
Wenn die Schule mit nach Hause kommt
Feierabend bedeutet nicht automatisch, dass der Kopf ebenfalls Feierabend macht.
Das Buch greift Situationen auf wie:
- der Tag lässt einen nicht los,
- Sorgen um ein Kind gehen mit nach Hause,
- ein Konflikt läuft im Kopf weiter,
- Entscheidungen werden immer wieder durchdacht,
- zu Hause fehlt die Kraft zu erzählen,
- Feierabend löst Schuldgefühle aus,
- freie Tage fühlen sich nicht erholsam an,
- die eigene Familie bekommt die Erschöpfung ab,
- oder man merkt, dass man auch zu Hause noch „im Dienst“ ist.
Dabei geht es nicht darum, den Beruf an der Schultür vollkommen auszuschalten. Es geht darum, einen bewussteren Übergang zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen.
Selbstzweifel und Fehler
Pädagogische Arbeit besteht aus vielen Entscheidungen – und nicht jede davon fühlt sich im Nachhinein richtig an.
Das Buch beschäftigt sich deshalb unter anderem mit Fragen wie:
- Was mache ich, wenn mir ein Fehler unterlaufen ist?
- Was, wenn ich an meiner Eignung zweifle?
- Warum scheint die Kollegin alles besser hinzubekommen?
- Warum fühlt es sich an, als würde ich nie genug leisten?
- Was, wenn ich überreagiert habe?
Der Ansatz ist dabei nicht, Fehler kleinzureden.
Vielmehr geht es darum, Fehler und die eigene Kompetenz voneinander zu trennen, Verantwortung zu übernehmen und danach weiterzugehen.
Grenzen setzen, ohne sich schuldig zu fühlen
Ein wichtiger Teil des Buches beschäftigt sich mit Abgrenzung.
Zum Beispiel wenn:
- Nein-Sagen schwerfällt,
- ständig zusätzliche Aufgaben übernommen werden,
- Verantwortung für Dinge gespürt wird, die gar nicht in der eigenen Macht liegen,
- Kritik sehr persönlich genommen wird,
- persönliche Grenzen überschritten werden,
- ständige Erreichbarkeit erwartet wird,
- oder Krankheit und Urlaub Schuldgefühle auslösen.
Der dahinterliegende Gedanke ist wichtig:
Verantwortung ist nicht Alleinverantwortung.
Im Schulalltag tragen Eltern, Kollegium, Leitung und externe Stellen jeweils ihren Teil mit.
Auch schwierige Gefühle dürfen benannt werden
Das Buch vermeidet bewusst die Vorstellung, professionelle Fachkräfte müssten immer ruhig, motiviert und emotional unangreifbar sein.
Es thematisiert auch:
- Wut
- Traurigkeit
- Überforderung
- Angst
- Neid
- Einsamkeit
- fehlende Anerkennung
- Zynismus oder Abstumpfung
- nachlassende Freude am Beruf
Diese Gefühle werden nicht automatisch als persönliches Versagen gewertet.
Sie können Informationen darüber sein, dass eine Grenze erreicht ist oder etwas genauer angeschaut werden sollte.
Warnsignale ernst nehmen
Ein eigener Teil beschäftigt sich mit Warnsignalen wie:
- anhaltender Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf,
- körperlicher Anspannung schon vor Arbeitsbeginn,
- zunehmender Reizbarkeit,
- Rückzug,
- anhaltenden Schlafproblemen,
- wiederkehrendem „Ich kann nicht mehr“,
- häufigeren Krankmeldungen,
- emotionaler Taubheit,
- oder dem Gedanken an einen Berufswechsel.
Das Buch macht dabei deutlich:
Eigene Strategien haben Grenzen.
Wenn Erschöpfung, Angst oder Antriebslosigkeit länger anhalten oder stärker werden, sollte professionelle ärztliche, beratende oder therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Unterstützung gehört zur Professionalität
Selbstfürsorge bedeutet nicht, alles allein besser bewältigen zu müssen.
Deshalb beschäftigt sich ein eigener Bereich mit der Frage, wo Unterstützung herkommen kann:
- im Kollegium,
- durch Gespräche mit der Leitung,
- durch Supervision,
- durch professionelle Beratung,
- über das private Umfeld,
- und durch das bewusste Erkennen der Grenzen eigener Strategien.
Ein zentraler Gedanke:
Unterstützung zu brauchen ist keine Schwäche, sondern kann Teil professionellen Handelns sein.
Kleine Selbstfürsorge, die in echte Schule passt
Band 3 verspricht keine perfekte Morgenroutine und keine zusätzliche To-do-Liste.
Im letzten Teil geht es stattdessen um kleine, realistische Möglichkeiten:
- Pausen tatsächlich als Pause nutzen
- einen Übergang zwischen Schule und Freizeit schaffen
- eigene Erwartungen realistischer gestalten
- kleine Erfolge bewusst wahrnehmen
- Bewegung und Erholung in den Alltag einbauen
- Erwartungen mit Kollegium und Leitung klären
- regelmäßig reflektieren
- kleine schöne Momente wieder wahrnehmen
- den eigenen Beruf langfristig tragfähig gestalten
Gerade das passt sehr gut zum Titel:
Du zählst.
Für wen ist „Und jetzt? – Du zählst.“ geeignet?
Das Buch richtet sich an Menschen, die im Schulalltag Verantwortung tragen und dabei häufig zuerst an andere denken.
Besonders an:
Lehrkräfte
pädagogische Fachkräfte
Schulbegleitungen
Mitarbeitende in Betreuung und Förderung
Menschen in multiprofessionellen Schulteams
und grundsätzlich an alle, die merken:
Ich kümmere mich jeden Tag um andere – aber ich möchte mich selbst dabei nicht verlieren.
Kein zusätzlicher Punkt auf der To-do-Liste
Das Buch muss nicht von vorne bis hinten gelesen werden.
Man kann genau dort aufschlagen, wo die aktuelle Situation gerade passt, einzelne Gedanken herausnehmen, markieren, später zurückkommen – und anderes einfach liegen lassen.
Das ist ausdrücklich so gedacht:
Selbstfürsorge soll nicht zu einer weiteren Aufgabe werden, die man auch noch perfekt erledigen muss.
Aus echter Schulwirklichkeit entstanden
Die Autorin ist staatlich anerkannte Erzieherin mit sonderpädagogischer Zusatzqualifikation und arbeitet seit dem Jahr 2000 als pädagogische Fachkraft im Schuldienst.
Ihre Erfahrung reicht von Förderschulen mit dem Schwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung bis zum inklusiven Schulalltag an einer Schwerpunktschule.
Das Buch entstand aus einem sehr praktischen Gedanken:
Menschen im Schuldienst sind täglich für andere da – und sollten sich selbst dabei nicht vollständig aus dem Blick verlieren.
Band 3 der „Und jetzt?“-Reihe
„Und jetzt? – Du zählst.“ ergänzt die ersten beiden Bände um eine neue Perspektive:
Band 1 – Der pädagogische Soforthelfer
Was kann ich in einer schwierigen pädagogischen Situation tun?
Band 2 – Reden wir.
Wie kann ich schwierige Gespräche im Schulalltag führen?
Band 3 – Du zählst.
Was brauche ich selbst, wenn mich dieser Alltag Kraft kostet?
Häufige Fragen zu „Und jetzt? – Du zählst.“
Ist das Buch ein therapeutischer Ratgeber?
Nein. Es ist ausdrücklich als alltagstauglicher Begleiter für Belastungsmomente im Schulalltag gedacht und ersetzt keine professionelle medizinische, beratende oder therapeutische Unterstützung.
Wie viele Situationen enthält das Buch?
Es behandelt 80 konkrete Belastungsmomente in acht Themenbereichen.
Muss ich das Buch komplett lesen?
Nein. Es ist zum Nachschlagen gedacht. Du kannst direkt bei der Situation beginnen, die gerade zu deinem Alltag passt.
Geht es nur um Stress während der Arbeitszeit?
Nein. Auch Feierabend, Grübeln, Familie, freie Tage, Schlaf, Grenzen und langfristige Belastung werden behandelt.
Werden auch ernstere Warnsignale angesprochen?
Ja. Ein kompletter Teil beschäftigt sich mit Erschöpfung und Warnsignalen sowie der Frage, wann professionelle Unterstützung sinnvoll sein kann.
Gibt es konkrete Übungen?
Das Buch enthält vor allem kleine, realistische Handlungsschritte und kurze innere Sätze, keine umfangreichen Trainingsprogramme oder Routinen.
Ist das Buch nur für Lehrkräfte gedacht?
Nein. Es richtet sich generell an Menschen im Schuldienst und in pädagogischen Arbeitsfeldern, die Kinder begleiten und im Arbeitsalltag Verantwortung tragen.
Weil die Person hinter der pädagogischen Rolle auch zählt
„Und jetzt? – Du zählst.“ richtet den Blick auf die Menschen, die jeden Tag begleiten, auffangen, organisieren, entscheiden und Verantwortung übernehmen.
Nicht mit der Forderung, jetzt auch noch Selbstfürsorge perfekt zu machen.
Sondern mit kleinen Gedanken und Handlungsmöglichkeiten für die Frage:
Was brauche ich gerade, damit ich gut weitergehen kann?
Denn du zählst auch.
